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Das Airborne Museum „Hartenstein“ in Oosterbeek dokumentiert die berühmte Schlacht um die „Brücke von Arnheim“. Es befindet sich im ehemaligen Hotel Hartenstein, in dem der englische Befehlshaber General Urquhart sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Von hier aus wollte er mit seinen Fallschirmjägern die strategisch wichtige Rheinbrücke in Arnheim erobern. Dieser Plan war Bestandteil der Operation „Market Garden“, mit dem die Alliierten im Herbst 1944 alle Brücken zwischen der belgischen Grenze und Arnheim einnehmen wollten. Bis Nimwegen gelang der Plan, in Arnheim scheiterte das Unterfangen. Hier waren unerwartet starke deutsche Truppenverbände zusammengezogen worden. Das Museum beleuchtet die Kämpfe, die vom 17. bis 26. September 1944 stattfanden, sowie die Folgen für Arnheim und Umgebung. Zudem schlägt das Museum eine Brücke in die Gegenwart.
Airborne Museum „Hartenstein“ Utrechtseweg 232 6862 AZ Oosterbeek Tel. 0031 - 26 - 3337710 Fax 0031 - 26 - 3391785
Das Airborne Museum befindet sich im Zentrum von Oosterbeek, Der Weg zum Museum ist ausgeschildert. Vom Bahnhof Arnheim aus ist das Museum per Bus oder strombetriebenem Trolley-Bus zu erreichen. Vom Bahnhof Oosterbeek aus ist das Museum in zehn Minuten zu Fuß erreichbar.
Öffnungszeiten: Mo-Sa: 1. Apr – 1. Nov: 10.00 - 17.00 Mo-Sa: 1. Nov – 1. Apr. 11.00 - 17.00 Sonn- und Feiertage: 12.00 - 17.00 Neujahr und am ersten Weihnachtstag geschlossen. Nach 16.30 Uhr kein Zutritt mehr. Zugänglich für Rollstuhlfahrer. Museumsladen und Kaffeestube vorhanden.
Eintrittspreise: Erwachsene.........................€ 5,50 65+ .....................…………..€ 3,50 Kinder bis 16 Jahre...............€ 3,50
Gruppen (ab 20 Personen) Erwachsene..........................€ 4,50 65+ ....................................€ 3,50 Kinder bis 16 Jahre...............€ 3,00
Airborne Museum „Hartenstein“ – jederzeit aktiv Das Museum organisiert jedes Jahr Wechselausstellungen, in denen einzelne Aspekte der Schlacht um Arnheim beleuchtet werden. Regelmäßig werden geführte Spaziergänge über die verschiedenen Kampfstätten angeboten. Interessenten können sich beim Museum anmelden. Zudem bietet das Museum „Battlefieldtours” an, bei denen einen Tag lang mit dem Bus verschiedene Stellen angefahren werden, die in der Schlacht eine Rolle gespielt haben. Experten berichten alles Wissenswerte über die Hintergründe der Kämpfe und beantworten die Fragen der Teilnehmer. Die alljährliche Börse für gebrauchte Bücher über den Zweiten Weltkrieg hat sich zu einer Museumstradition entwickelt. Das Museum zeigt, wie die Schlacht um Arnheim verlaufen ist. Sie fand im September 1944 im Gebiet zwischen Ede und Arnheim statt. Die Kämpfe waren Teil der alliierten Operation „Market Garden”. Britische, amerikanische und polnische Fallschirmjäger sollten alle Flussbrücken zwischen der belgischen Grenze und Arnheim einnehmen – und bis zum Eintreffen von Bodentruppen halten. Die Bodentruppen, bestehend aus der Zweiten Britischen Armee, sollten dann in einem langen Aufmarsch über das Gebiet Veluwe ins Ruhrgebiet nach Deutschland vorstoßen. Es wurde erwartet, dass der Krieg dadurch bis Weihnachten 1944 beendet werden könnte. Die Operation missglückte. Aufgrund des unerwartet starken deutschen Widerstandes konnten die Fallschirmjäger die Rheinbrücke nicht erobern. Deshalb hatten die alliierten Bodentruppen keine Chance, Arnheim zu erreichen.
Sammlung Im Museum wird zunächst mit einer Filmvorführung und einer beleuchteten Karte eine Übersicht über den Verlauf der Schlacht gegeben. Anschließend erhalten die Besucher anhand zahlreicher Fotos, Videoaufnahmen von 1944, authentischen Uniformen, Ausrüstungsgegenständen, Waffen und anderen Gegenständen von sowohl alliierter als auch deutscher Seite ein Bild von den Gefechten in Arnheim und Oosterbeek. Dioramen Airborne Museum “Hartenstein” Im Keller des Gebäudes wurden fünf Dioramen mit Geräuscheffekten gestaltet, die Situationen aus den Septembertagen 1944 darstellen – wie den Marsch der englischen Truppen durch Oosterbeek, die Artilleriestellung an der Kirche in Oosterbeek und das Hauptquartier der britischen Luftlandetruppen im Hotel Hartenstein. Besitzen Sie interessantes Material aus dem Krieg? Nicht wegwerfen! Ihre Briefe, Tagebücher, Dokumente, Fotos, Filme und Gegenständen aus jener Zeit verdienen es, aufbewahrt zu werden. Das Airborne Museum „Hartenstein” arbeitet mit anderen Museen, Gedenkstätten und Archiven zusammen, um Material aus den Kriegsjahren zu sammeln, zu bewahren und zugänglich zu machen. Die kooperierenden Organisationen haben ihre eigenen Fachgebiete. Das Airborne Museum „Hartenstein” interessiert sich für die Schlacht um Arnheim als Bestandteil der Operation „Market Garden” in der Zeit vom 17. bis 26. September 1944 und die anschließende Evakuierung von Arnheim und der Süd-Veluwe. Die Sammelung umfasst militärische Gegenstände, Dokumente, Fotos, Zeitungen und Bücher sowohl von alliierter als auch deutscher Seite sowie Gegenstände und Dokumente der Zivilbevölkerung aus dem Gebiet Arnheim, Oosterbeek und Ede, insofern sie sich auf den Zeitraum September 1944 bis Mai 1945 beziehen. Falls Sie über solches Material verfügen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf: E-Mail: info@airbornemuseum.org, Telefon: 0031 – 26 – 3337710. Falls Sie Material besitzen, das sich besser für ein befreundetes Museum oder eine andere Organisation eignet, sorgen wir in Absprache mit Ihnen dafür, dass es an die richtige Adresse gelangt. Sie können sich auch direkt an unsere Kollegen wenden.
Die geschichte von John Frost Am Sonntag, 17. September, wurden wir von England aus eingeflogen und landeten per Fallschirm oder Gleitflugzeug ziemlich weit weg von Arnheim im Dorf Wolfheze. Die deutschen Truppen waren völlig überrascht, und fast wäre es uns gelungen, Feldmarschall Model, den Kommandanten der deutschen Streifkräfte in diesem Gebiet, gefangen zu nehmen. Es war so knapp, dass einer meiner Kameraden im Hotel „De Tafelberg” noch das Mittagessen kosten konnte, das für den Feldmarschall bereit stand, als dieser Hals über Kopf flüchtete. Wir wurden von der Bevölkerung überschwänglich begrüßt, als wir Richtung Arnheim zogen. Doch schnell war den Deutschen klar, welche Absicht wir hatten. So sperrten sie alle Wege Richtung Arnheim. In der Eile aber übersahen sie zunächst den südlichen Zugangsweg am Fluss entlang. Deshalb gelang es mir und meinem Bataillon noch vor Einbruch der Dunkelheit, auf diesem Weg den nördlichen Teil der Rheinbrücke zu erreichen. Nun mussten wir versuchen, die Brücke zu überqueren, um den südlichen Teil zu erobern. Wir befürchteten, dass die deutschen Truppen die Brücke sprengen würden, so wie sie es zuvor mit der Eisenbahnbrücke in Oosterbeek getan hatten. Deshalb mussten wir die Drähte, die zu den Sprengladungen führten, unschädlich machen. Doch als wir versuchten, die Brücke zu überqueren, eröffneten die deutschen Truppen vom südlichen Teil der Brücke aus das Feuer und töteten oder verwundeten jeden, den sie sahen. Es entwickelte sich ein erbittertes Gefecht, das von Sonntag bis Donnerstagmorgen dauerte. Aus unterschiedlichen Gründen funktionierten unsere Funkgeräte kaum, so dass wir nicht recht wussten, was sich andernorts abspielte. Wir hatten eine Brieftaube bei uns, die wir mit dem Bericht nach England schickten, dass wir den nördlichen Teil der Brücke erobert hätten. Die Taube hat für ihren gezeigten Mut sogar eine Auszeichnung erhalten! Die deutschen Truppen unternahmen wütende Vorstöße, um uns von der Brücke zu vertreiben. Doch wir hielten die Gebäude rundum die nördliche Auffahrt unter Kontrolle, obwohl sie am Montagmorgen versuchten, uns mit einer Gruppe Panzerfahrzeuge aus südlicher Richtung zu überraschen. Ständig hofften wir, dass Verstärkung aus Oosterbeek oder von der Zweiten Britischen Armee aus Richtung Nimwegen eintreffen würde – doch niemand kam, nur immer mehr deutsche Soldaten. Sie beschossen unsere Stellungen mit allen Kanonen, die sie hatten, griffen mit schweren Panzern an und versuchten, uns mit Infanterietruppen zu überrennen. Unser größtes Problem war der Mangel an Munition, da wir nur über die Ausrüstung verfügten, die wir am Sonntag mitgenommen hatten, und von Nachschub keine Rede sein konnte. Nach und nach stieg die Zahl der Opfer, und die Keller der Häuser füllten sich mit Verwundeten. Uns gingen schnell die Wasservorräte aus, und zu allem Überfluss begannen die deutschen Soldaten, die Häuser anzuzünden, in denen wir uns verschanzt hatten. Am Montagabend waren die meisten Häuser zerstört, in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch schienen alle Straßen um uns herum in Flammen zu stehen. Das Knistern des brennenden Holzes war fast so laut wie der Beschuss durch den Feind. Am Mittwochmorgen wurde ich verwundet. Das hatte aber keinen Einfluss mehr auf die Gefechte, da das Befehlen der eigenen Truppen schon vorher unmöglich geworden war. In einem großen Gebäude an der Brücke, das eine Schlüsselposition bei der Verteidigung innehatte, lagen inzwischen mehre als 200 Verwundete im Keller. Dieses Haus ging im Laufe des Mittwochs in Flammen auf. Es war unmöglich, den Brand zu löschen, was bedeutete, dass diese Messchen lebend verbrennen würden, wenn nichts unternommen wurde. Ich gab unseren Sanitätern die Zustimmung, nach draußen zu gehen, um Kontakt mit den Deutschen aufzunehmen; schließlich befanden sich unter den Verwundeten auch viele Deutsche. Sie erklärten sich mit einem Waffenstillstand einverstanden, und im Nu taten die Gegner, die sich auf Leben und Tod bekämpften, alles dafür, die Verwundeten zu retten. Danach begannen die Kämpfe wieder, doch für die Überlebenden war der Kampf sinnlos geworden, da eine Verteidigung unmöglich geworden war. Fast alle Häuser waren zerstört, so dass wir keine Deckung mehr hatten. Die Übermacht der deutschen Truppen war einfach zu groß. Außerdem hatten wir vier Tage nicht mehr schlafen können und mussten mit einem Mangel an Wasser, Nahrung und Munition fertig werden. Am Donnerstag wurden die kärglichen Reste des 29. Fallschirmjägerbataillons gefangen genommen. Nachdem ich mich von meinen Verwundungen erholt hatte, wurde ich in ein Kriegsgefangenenlager mit Namen Colditz geschickt. Im Frühjahr 1945 wurden wir von amerikanischen Truppen befreit und heim nach England geflogen. Als wir uns der englischen Küste näherten, rief der Kommandant über die Schulter zu mir: „Da, Herr Oberst, da sind die White Cliffs von Dover!" Nach neun Monaten war ich wieder zu Hause angekommen.
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